Auf Initiative der Arbeitsgruppe des zuständigen Bearbeitungsgebietsverbandes wurden im September 2026 in enger Abstimmung mit dem Grundstückeigentümer und der Unteren Wasserbehörde des Kreises Segeberg im Bereich der Hardebek-Brokenlander Au zwei Gewässerverschwenkungen sowie zwei Biotopteiche konzipiert.
Das vorrangige Ziel der Maßnahme war die weitere Verbesserung des Gewässerzustandes und damit letztlich die Erreichung des guten ökologischen Zustands der Hardebek–Brokenlander Au.
Die Hardebek–Brokenlander Au gehört zum Wasserkörper bk_02_a des Bearbeitungsgebiets-verbandes (BGV) 14 „Brokstedter Au“. Sie ist ein Vorranggewässer und vom Gewässertyp ein „sandgeprägter Tieflandbach“. Im Rahmen einer in den Jahren 2015/2016 durchgeführten Baumaßnahme an der Hardebek–Brokenlander Au wurden bereits mehrere Gewässerverschwenkungen sowie ein Sandfang erstellt, um die Struktur der Au zu verbessern.
Im betrachteten Abschnitt fließt die Hardebek-Brokenlander Au als offenes Gewässer in einem überwiegend monotonen Verlauf, mit einer Sohlbreite zwischen 5,0 und 7,0 m sowie wechselnden Böschungsneigungsverhältnissen (1:1,0 bis 1:2,30).
Im Bereich der beiden Gewässerverschwenkungen entstanden jeweils neue Gewässerverläufe, die mit Breiten- und Tiefenvarianz (Herstellung von Kolken) hergestellt wurden. Die neuen Gewässerböschungen sind mit wechselnden Neigungen hergestellt, zudem sollten vereinzelt Steilufer entstehen. Weiterhin wurden im Bereich der Kolke Furten mit Kies (2- 63 mm) hergestellt. Zudem wurden, bezogen auf die Länge der jeweiligen Verschwenkung, rd. 3 % bis 5 % Totholz in unterschiedlicher Art sowie Laubholzfaschinen und Wurzelstöcke zur Böschungsbefestigung eingebaut.
Auf Wunsch des Anliegers war die Errichtung von zwei Biotopteichen auf seinem Grundstück nördlich der geplanten Gewässerverschwenkungen geplant. Die beiden Biotope wurden jeweils mit einer Tiefe von 1,0 m und mit einer wechselreiche Böschungsneigung gestaltet. Die Biotope unterscheiden sich in ihrer Größe. Bei dem größeren Biotop ist eine Tiefwasserzone mit einer Tiefe von etwa 1,80 m angelegt worden und zwischen beiden Biotopen wurde eine Verbindung mit einer Breite von ca. 2,5- 3 m hergestellt.
Bei der Umsetzung der Maßnahmen wurden insgesamt rd. 1850 m³ (inkl. Sicherheit) (rd. 650 m³ Oberboden und ca. 1200 m³ Mineralboden) Boden ausgebaut. Zur Verfüllung des neu entstehenden Altarmabschnitts bei Verschwenkung II wurden im Umkehrschluss rund 80 m³ Oberboden und rund 100 m³ Mineralboden vor Ort wieder eingebaut.
Das BV wurde durch die Fa. Peters & Söhne GmbH, 25704 Nordermeldorf, umgesetzt. Die Bauzeit belief sich auf ca. 4 Wochen. Die Gesamtbaukosten für die Herstellung der beiden Gewässerverschwenkungen sowie der beiden Biotopteichen betrugen rund 114.000,00 € brutto.
